Forschung

Neue Erkenntnisse zu möglichen Ursachen des Post Vac-Syndroms

In einer Studie aus den USA wird über neue Erklärungsansätze des Post Vac-Syndroms berichtet. Demnach wurden bei 42 Patient*innen konkrete Veränderungen beobachtet: ein verändertes Immunprofil, niedrigere Spike-Protein-Antikörper, das Überdauern des Spike-Proteins sowie eine Reaktivierung von Epstein-Barr-Viren. Ob sie auch ursächlich für die Symptome der Patient*innen verantwortlich sind, konnte bisher noch nicht bestätigt werden.

Das Team um Akiko Iwasaki von der Yale-University in New Haven, USA, veröffentlichte erste Untersuchungsergebnisse von 42 Patient*innen ohne Vorerkrankungen, bei denen nach einer Impfung mit Comirnaty (BioNTech-Pfizer), Spikevax (Moderna) oder Jcovden (Johnson & Johnson) Post Vac-Symptome auftraten. Diese waren u.a. exzessive Müdigkeit, Kribbeln und Taubheit, leichte Erschöpfung bei körperlichen Bewegungen, Brain Fog, Muskelschmerzen, Angstzustände oder Konzentrations- oder Schlafstörungen. Bei keinem der Patient*innen wurde eine akute SARS-CoV-2-Infektion festgestellt.

Nach einem Vergleich mit einer Kontrollgruppe von 22 Testpersonen (ohne anhaltende Beschwerden nach der Impfung) konnte das Forscherteam über mehrere Auffälligkeiten berichten:

Insgesamt ist bei allen Befunden unklar, in welchem genauen Zusammenhang sie mit den Symptomen der Patient*innen stehen. In der Studie wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass eine Erklärung für das Post Vac-Syndrom noch nicht gefunden wurde und es sich aufgrund der geringen Fallzahl lediglich um vorläufige Ergebnisse handelt. Daher soll die Studie mit einer größeren Teilnehmerzahl fortgesetzt werden.

Mehr unter: https://www.aerzteblatt.de/news/post-vac-syndrom-hinweise-auf-immundysregulation-spike-persistenz-und-ebv-reaktivierung-bf3c547a-8788-4fb8-a472-fb680899e25e

Zum Vorabdruck der Studie: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2025.02.18.25322379v2

Hinweis: Die Studie wurde noch nicht durch ein Peer-Review-Verfahren begutachtet.

Diesen Beitrag teilen:



Details zur Qualitätssicherung der gesundheitsbezogenen Inhalte lesen Sie bitte in unserem Methodenpapier.